| 1) Kämmen/Bürsten
Ich habe überlegt, wie man das Thema
Pflege am besten rüberbringt, denn in den von mir empfohlenen Büchern
(siehe Literaturhinweis ) kann man zu diesem
Thema eine Menge erfahren. Aus diesem
Grund möchte ich einfach beschreiben, wie ich die Fellpflege meiner
Hunde angehe und welche Pflegeprodukte ich verwende. Als
erstes möchte ich Ihnen empfehlen, schon beim Welpen mit der Fellpflege zu beginnen, d.h. ihn an das Bürsten und
Kämmen (später) zu gewöhnen. Dazu
benötigen Sie eigentlich nur eine Naturhaarbürste.
Das Bürsten mit dieser weichen Bürste empfindet der Welpe
im allgemeinen als angenehme Erfahrung, ähnlich einer
Massage.
Auf diese Weise wird Ihr Hundebaby zeitig an die
Fellpflege gewöhnt. Nun
wird aus Ihrem Welpen langsam ein Junghund, dessen
Fell natürlich regelmäßig gepflegt (gebürstet und gekämmt)werden sollte.
Unser Rüde Indus hat sehr viel Fell. Schon im Alter von 10
Monaten war er reichlich mit Fell ausgestattet und auch die
Unterwolle begann sich stark zu entwickeln.
Ich kann Ihnen nur empfehlen, "am Ball" zu bleiben, da
es in
dieser Zeit (im Alter von ca. 10 bis 18 Monaten) sein kann, dass Ihr Hund binnen kurzer Zeit, manchmal innerhalb weniger
Tage jede Menge verfilzter Stellen aufweist. Das
wichtigste dabei ist, dass sie bis auf die Haut durchkämen.
Es empfiehlt sich, den Hund auf die Seite zu legen, um sein
Fell systematisch durchzuarbeiten.
Man beginnt dabei vom Bauch, Schicht für Schicht durchzukämmen. - Bitte kämmen Sie Ihren Hund nie trocken.
Die Spitzen würden dabei abbrechen.
Ich habe mir dazu eine Mischung aus Wasser, Conditioner und
Öl in eine Sprühflasche gefüllt, mit der ich schichtweise das
Fell vor dem Kämmen einsprühe.
Zum Kämmen verwende ich zwei Stahlkämme. Zuerst benutze
ich den Kamm mit den weiten Zinken. Verfilzte Stellen sprühe
ich nochmals ein und versuche zuerst, die Spitzen mit den
Fingern zu entwirren und dann mit dem ersten Zinken des
Kamms vorsichtig auseinander zu ziehen.
Wenn das bei starker Verfilzung nicht mehr möglich ist, (manchmal gab es regelrechte Filzplatten) dann habe ich die
Platte einmal in Fellrichtung mit der Schere eingeschnitten und
dann versucht, die Haare auseinander zu ziehen.
Dabei ist es
ratsam, die Haare mit dem Zeigefinger und Daumen zwischen
Haar und Filzstelle zu fassen, um dem Hund so nicht weh zu
tun. Man muss das mit viel
Geduld angehen, wenn der Hund erst
einmal verfilzt ist. - Da kann das Kämmen schon mal eine
richtige Geduldsprobe werden.

So
viel Unterwolle habe ich bei Indus öfters im
Sommer rausgekämmt.
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Deshalb
wäre ein tägliches Kämmen bzw. Bürsten in der Zeit
des Fellwechsels angebracht. Sie würden so auf jeden Fall dem
stundenlangen Entfilzen entgegenwirken. Hat
man sich auf einer Seite mit dem weiten Metallkamm
durchgearbeitet, kämmt man jetzt nochmals mit einem Metallkamm mit engen Zinken durch. - Nun kann man sich schon
einmal freuen, die halbe Arbeit ist getan. Jetzt
drehen Sie Ihren Hund auf die andere Seite und der Spaß beginnt
von vorn. Zum Schluss
bürste ich den Hund noch einmal mit der Drahtbürste ohne Noppen (auch Nagelbürste genannt) gut durch.
In der Zeit des Fellwechsels habe ich außerdem eine Slickerbürste benutzt, um nochmals die Unterwolle gut
herauszukämmen.
Ganz am Ende wird gescheitelt, damit das Fell schön gleichmäßig fällt.
Dabei sollte man mit dem Hund gleichzeitig das
Stehen auf dem Tisch üben, denn es kann ja sein, dass Sie
Ihren Hund einmal ausstellen möchten und dann muss er das
natürlich können. Am
Schluss - ganz wichtig - loben Sie Ihren Hund wie wild
und belohnen ihn mit einem Leckerchen.
Sagen Sie ihm
ruhig, wie toll er jetzt aussieht. - Sie
werden bald merken, der
Hund möchte gelobt werden, wenn die
Prozedur zu Ende ist
und er freut sich, wenn sie ihn
überschwänglich loben und ihm
dabei sagen, wie schmuck
er jetzt ist. |